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Themen: Post, Paketdienste, Briefkasten, Porto, Nachsendeauftrag

Die Post heißt hier USPS - United States Postal Service. Sie ist zuständig für Briefe, Päckchen und Pakete. Postfilialen finden Sie überall, die nächstgelegene Filiale finden Sie über die USPS-Website. Darüber hinaus gibt es allerdings noch einige Paketdienste, z.B. United Parcel Service (UPS), Federal Express (FedEx), Airborne Express und einige andere mehr. Im Unterschied zu Europa sind diese "Paketdienste", die auch leichte, flache Umschläge transportieren, auch für Privatkunden zugänglich, nicht alle kleineren Dienste liefern aber auch nach Europa aus. Wollen Sie etwas verschicken, bieten sich folgende Möglichkeiten:

USPS: Briefe legen Sie einfach in Ihren Briefkasten, dann klappen Sie das Fähnchen hoch, damit der Briefträger weiß, daß er etwas aus dem Briefkasten abholen soll. Haben Sie auch immer gedacht, der Briefträger klappt das Fähnchen hoch, wenn er etwas hineinlegt???

Briefe können Sie darüber hinaus in die dunkelblauen Briefkästen einwerfen, die meist vor Ladenzeilen und Supermärkten stehen, außerdem nehmen einige Service-Schalter von Supermärkten (z.B. Meijer) auch in begrenzter Zahl Briefe entgegen und verkaufen auch Briefmarken.

Briefe, Päckchen und Pakete können Sie letztlich auch in den Postfilialen abliefern; die Post bietet die üblichen Sonderdienste an wie Einschreiben ("Delivery Confirmation"), Wertbriefe ("insured"), Nachnahme ("COD / Cash On Delivery") etc.

Porto: Ein Brief innerhalb der USA kostet seit Juni 2002 nun 37 Cent, ein Brief nach Europa (1 oz. / ca. 28 g) kostet 80 Cent, eine Postkarte nach Europa 70 Cent. Weitere Preise, Maße und Gewichte für nationale ("domestic") und internationale Sendungen finden Sie mittels eines interaktiven Formulares auf der USPS-Website.

Laufzeiten: Standard-Briefe innerhalb der USA benötigen innerhalb des Staates ein bis vier Tage (wichtig bei Zahlung von Rechnungen per Scheck), zwischen verschiedenen Staaten zwei bis fünf Tage. Leichte Warensendungen wie z.B. Schecklieferungen aus einem anderen Staat können aber auch mal 10 Tage brauchen.

Pakete nach Europa haben eine Laufzeit von 6 bis 10 Tagen, das Porto ist erschreckend hoch. Per Seeweg wird es wesentlich billiger, Sie müssen aber vier bis sechs Wochen Laufzeit einrechnen. Wie in Europa müssen Sie für internationale Sendungen einen grünen Zollaufkleber ausfüllen, den Sie auf der Post erhalten. Die Postfilialen sind Samstag nachmittag und Sonntags geschlossen.

Paketdienste: Dokumente, Päckchen und Pakete können Sie, unter Nutzung der bei USPS bereits genannten Zusatzleistungen wie z.B. COD, vielerorts abliefern:

Entweder in sog. Drop-Boxes, also riesigen Briefkästen der Paketdienste, die häufig an Straßenecken, in Supermärkten, Malls und Copy-Shops wie z.B. dem 24h-Service Kinko´s stehen. An diesen Drop-Boxes können Sie auch die notwendigen Begleitformulare sowie Umschläge für Dokumenten-Sendungen entnehmen. Die Größe der Pakete ist aber durch die Größe der Drop-Boxes begrenzt. Die nächsten Standorte und Leerungszeiten von Drop-Boxen finden Sie auf der Website des jeweiligen Paketdienstes nach Eingabe Ihres Zip-Codes (Postleitzahl).

Passt das Paket nicht in die Drop-Box oder brauchen Sie sonst Hilfe, können Sie zu den Service-Zentren der Paketdienste, die allerdings meist ein bißchen Fahrerei erfordern, dafür aber meist mindestens bis 21 h geöffnet sind. Die nächsten Standorte und Öffnungszeiten von Service-Zentren finden Sie auf der Website des jeweiligen Paketdienstes nach Eingabe Ihres Zip-Codes (Postleitzahl).

Außerdem gibt es private Annahmestellen, die für eine Vielzahl von Paketdiensten Sendungen annehmen, Verpackungsmaterial aller Art verkaufen und guten Rat geben. Außerdem können Sie dort ein Postfach mieten, falls Sie Ihre Post nicht zu Hause bekommen wollen. In Metro Detroit ist dies insbesondere Mail Boxes etc., die nächste Filiale,meist in einer Stripmall gelegen, ermitteln Sie auf deren Website.

Abholung: Haben Sie die Sendung abholbereit fertig, also verpackt und mit Formular versehen, können Sie die Paketdienste auch anrufen, man holt die Sendung auch bei Ihnen kostenfrei ab. Das geht meist innerhalb der nächsten Stunde.

Paketdienste werden auch benutzt, wenn Sie z.B. ein Gerät zur Garantie-Reparatur einschicken müssen. Compaq schickt Ihnen für Laptops beispielsweise per Paketdienst einen Karton, den Sie für das Gerät verwenden. Den außen mit Ihrer Adresse versehenen Aufkleber ziehen Sie vom Paket ab, darunter finden Sie dann den Adressaufkleber für die Rücksendung, der alle Informationen incl. des Portos enthält, das in diesen Fällen i.d.R. vom Hersteller getragen wird. Sie müssen das Paket nur mittels einer der genannten Möglichkeiten wieder auf den Weg bringen.

Bezahlen können Sie die Paketdienst-Sendung - der Preis lässt sich leicht nach Wahl der Versendungsart über die Website des Paketdienstes ermitteln - per Angabe Ihrer Kreditkarte auf dem Begleitformular. Dies ist insbesondere bei Drop-Boxen hilfreich.

Allen Paketdienst-Sendungen ist gemeinsam, daß Sie den Weg der Sendung verfolgen können ("Tracking"). Auf Ihrem Durchschlag des Begleitformulares finden Sie eine individuelle Registriernummer sowie die Telefonnummer des Tracking-Telefonautomaten. Außerdem können Sie die Sendung auch auf der Website des jeweiligen Paketdienstes tracken. USPS bietet diesen Service gegen einen Aufschlag ebenfalls an.

Briefkästen: Briefkästen stehen meistens nur auf einer Seite der Straße, damit der Briefträger, der die Post aus dem Postauto heraus verteilt, die Straße nur einmal abfahren muß. Einen neuen Briefkasten bekommen Sie bei Meijer etc. wie auch in Baumärkten ab ca. $5 (ja, genau diese Alu-Briefkästen, die in Deutschland im U.S.-Shop 50 Euro kosten....). Daß das Fähnchen nur dem Postboten eine zur Abholung bereite Sendung signalisiert, nicht aber angekommene Briefe, hatte ich oben bereits erwähnt...

Auf der Klappe steht sinngemäß "U.S. Mail. Approved by the Postmaster General". Damit hat es folgende Bewandtnis: Der Briefkasten ist zwar Ihr Eigentum, der Raum innerhalb des Briefkastens ist allerdings offizieller Herrschaftsbereich des USPS. Der Briefkasten ist ausschließlich für die Nutzung durch den USPS vorgesehen, weder private Paketdienste noch Werbekolonnen oder gar Ihr Nachbar dürfen dort für Sie Sendungen deponieren. Wenn Sie also von Ihrem Nachbarn eine schriftliche Einladung in die Hand gedrückt bekommen, die Sie an dessen Stelle dem Empfänger in den Briefkasten gelegt hätten, wissen Sie jetzt, warum.

Werbung, die nicht per Briefträger ins Haus kommt, landet daher in einer Plastiktüte entweder in Ihrer Auffahrt (per Wurf aus dem Autofenster) oder an einem extra Haken an Ihrem Briefkasten-Halter. Ab und zu gibt es auch Trottel, die Werbung zwischen Briefkasten und Fähnchen klemmen, was dazu führt, daß die Fähnchen abbrechen. Ersatz für die Fähnchen gibt´s bei Meijer für $2,98. Die Autos, mit denen Werbung verteilt wird, sind in aller Regel Privatwagen, die mit irgendeinem wichtig aussehenden Blinklicht auf dem Dach durch das Wohngebiet fahren, häufig auf der falschen Seite.

Einen Nachsendeauftrag für einen Umzug innerhalb der USA können Sie auf jedem Postamt ausfüllen; einfacher geht es jedoch mit dem MoversGuide der USPS-Website, mit dessen Hilfe Sie das Formular online ausfüllen und meist auch online abschicken können. Ist Ihr Postamt noch nicht an die Online-Änderung angeschlossen, können Sie das ausgefüllte Formular ausdrucken und Ihrem Postboten mitgeben. So läßt sich bei einem Umzug nach Europa auch die restliche Post bequem in die hiesige Firma zur Weiterleitung schicken.

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